Böhmischer Advent

Prag Böhmische Weihnacht Detailaufnahme Bühnendekoration
  • Erschienen am 02.01.2005
  • Zeitung: Eurobus 01/2005
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Weihnachtsbräuche beim "Böhmischen Advent" - ein besonderes Erlebnis

Mit Wolff Ost-Reisen in der Tschechischen Republik
Weihnachtsbräuche beim "Böhmischen Advent" - ein besonderes Erlebnis
Über 1.000 Busgäste unternehmen alljährlich in der Vorweihnachtszeit einen Streifzug durch das Brauchtum Böhmens

Was vor gut 20 Jahren mit einem kleinen Advent-Wochenende in Prag begann, hat sich zu einer der bestgebuchten Winterveranstaltungen bei Wolff Ost-Reisen entwickelt: der "Böhmische Advent". Zu den fest terminierten Veranstaltungen in Karlsbad, Prag und teilweise auch Budweis kommen in der Vorweihnachtszeit regelmäßig bis zu 1.000 Personen mit Bussen aus ganz Deutschland und aus Österreich angereist.

Überzeugte Wiederholer
Sie genießen das winterliche Flair von Prag bzw. der aufwändig renovierten Kurstädte des Bäderdreiecks und erleben böhmische Weihnachtsbräuche, die von traditionsbewussten Kreisen hauptsächlich in den Dörfern Böhmens gepflegt werden. An diesem Wochenende u.a. mit dabei:

  • Gruppen des Busunternehmen Amos Reisen aus Memmingen
  • Ettenhuber aus Glonn bei München
  • Staill aus Pfakofen bei Regensburg
  • Hochadel Reisen aus Bad Rappenau

Manche davon "überzeugte Wiederholungstäter". Nicht nur untergebracht, sondern verwöhnt werden sie im neu restaurierten 5-Sterne-Grandhotel Pupp im Zentrum von Karlsbad bzw. in vergleichbaren Hotels.

Das Original
Nach Besichtigungen und Stadtführungen in Eger, in Franzensbad, Karlsbad und Marienbad trifft man sich im Zentrum Karlsbads im prächtigen Stadttheater, das Wolff-Ost-Reisen in diesem Jahr für seine Eigenveranstaltung komplett gemietet hat. Die Besucher sind sichtlich beeindruckt. Laiendarsteller, eine westböhmische Folkloregruppe und Mitglieder des Stadttheaters tanzen und musizieren in historischen Kostümen. Drei Generationen befinden sich auf der Bühne und stellen Szenen auf dem Dorfplatz, in der Wirtsstube und daheim am gemütlichen Ofen nach, wo früher in trauter Runde geklöppelt und das Spinnrad gedreht wurde, während man sich Geschichten erzählte. Etwa über das weit verbreitete Brechen der sog. Barbara-Zweige am 3. Dezember und über die Wünsche, die in Erfüllung gehen sollen, falls die Zweige bis Weihnachten blühen sollten. Beispielsweise eine Heirat. Oder über den Sinn, an Heiligabend tagsüber zu fasten - denn dann, so sagt man sich in Böhmen, würde man "ein goldenes Schwein sehen"... Schon einmal probiert und nicht geklappt? Ja, dann wurde wohl doch zwischendrin heimlich etwas Weihnachtsgebäck genascht!

Lustig geht es natürlich auch in Böhmen im Wirtshaus zu. Mit einer Art Dudelsack und Oboe werden witzige Tanzlieder intoniert und der Tanzboden unsicher gemacht. Bis der Nachtwächter seine Runden dreht und zum Aufbruch mahnt. Auch in Böhmen gibt es den Nikolaus. der am Vorabend des 6. Dezember allerdings nicht als Weihnachtsmann in Erscheinung tritt, sondern als historischer Bischof Nikolaus mit Mitra und im weißen Ornat daherkommt, begleitet von einem Engel und einem Teufel, der in einem Sack faule Äpfel für Bösewichter dabei hat. Heute noch zu beobachten ist, dass Kinder für kleine Gaben an der Haustüre ein Ständchen singen - ähnlich den Sternsingern.

Die eigenen Wurzeln
Zusammengetragen hat diese Geschichten und Bräuche Jaroslava Seidlmayer, die "gute Seele" des Ensembles und Mitarbeiterin von Wolff Ost-Reisen. Als Erzählerin führt sie die Zuschauer durch die bunte Bilderwelt böhmischen Brauchtums. "Sich mit überlieferten Bräuchen zu beschäftigen, heißt sich mit den eigenen Wurzeln zu beschäftigen", geht sie voll und ganz in dieser Tätigkeit auf. Das Publikum dankt es ihr und den Darstellern mit lange anhaltendem Applaus. "Ein außergewöhlicher Abend in einer sehr stimmungsvollen Umgebung", spricht eine Mitreisende aus Franken sicher allen aus dem Herzen. Denn die Wolff-Mitarbeiterinnen hatten nicht nur den Bühnenbereich mit zahlreichen Tannenbäumen und Weihnachtsdekoration geschückt, sondern auch den Eingangsbereich mit einbezogen. Bei einem Gläschen Sekt ließ man den Abend im Foyer ausklingen, bevor die Besucher während eines kurzen Spazierganges zurück zum Grandhotel Pupp das nächtlich erleuchtete Karlsbad genossen. Verständlich, dass dabei so mancher zum "Wiederholer" wird.

Das Ensemble Busgäste vor dem renovierten Grandhotel Pupp Erwartungsvoll warten die Gäste auf den Beginn der Vorstellung Alte Traditionen