Polnische Ostseeküste

  • Autor: Kerstin und Andre Micklitza
  • Verlag: Trescher
  • Erschienen: 25.01.2016
  • Zielgruppe: Reiseleiter, Reisegast
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Die polnische Ostseeküste ist ein beliebtes Urlaubsziel, auch viele Deutsche verbringen hier gern ihre Ferien. Die Gäste werden von herrlichen Stränden mit feinem Sand und sauberem Wasser angezogen, den Städten mit reicher Kunst- und Kulturgeschichte und den günstigen Preisen: Sie sind für deutsche Touristen zumeist niedriger als daheim. Und nicht zuletzt wegen der Offenheit und Herzlichkeit seiner Bewohner ist Polen ein unkompliziertes Reiseland. Von der Insel Usedom an der deutschen Grenze bis an die russische Exklave Kaliningrad im Osten zeigt die Ostsee viele Gesichter: Steilküsten, flacher Strand, nahe Binnenseen mit Moor- und Schilfgürtel sowie hoch auftürmende Wanderdünen. Die wertvollsten Landschaften werden in zwei Nationalparks und mehreren Naturschutzgebieten bewahrt. Dazwischen liegen traditionsreiche Hafenstädte und Seebäder. Östlich von Danzig, dem heutigen Gdańsk, verwandelten niederländische Kolonisten das Weichsel-Nogat-Delta in ein Holland im Miniformat, die Backsteinarchitektur erinnert im Ermland noch mancherorts an die Zeiten der Rittermönche des Deutschen Ordens. Südlich der Ostsee haben eiszeitliche Gletscher ganze Arbeit geleistet: Über die Tiefebene ragen die malerischen Hügel der Kaschubischen Schweiz, und in tausenden Mulden sammelte sich das Wasser zur Pommerschen Seenplatte. Die slawischen Ureinwohner nannten ihre Heimat ›Po morje‹, Land am Meer. So entstand der Name Pommern. Die west- und hinterpommersche Ostseeküste gehörte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zu Deutschland. Der sogenannte Polnische Korridor von der Danziger Bucht bis südlich von Poznań (Posen) wurde bereits nach dem Ersten Weltkrieg vom Mutterland abgetrennt. Innerhalb des Korridors lag seitdem die Freistadt Danzig, die unter Aufsicht des Völkerbundes stand. Die nordöstliche Ostseeküste gehörte zu Ostpreußen.

Wer nach Polen reist, sollte offen sein für kleine Abenteuer: Die dortige Lebensweise hält sie, aus deutschem Blickwinkel gesehen, immer wieder parat. Wer das Anderssein und Andersmachen gelassen nimmt, wird angenehme Tage bei freundlichen Menschen und hierzulande schon fast vergessene Traumlandschaften erleben.