Das Kaffeehaus

  • Autor: Rick Rodgers
  • Verlag: Christian
  • Erschienen: 01.09.2003
  • Zielgruppe: Reiseleiter, Reisegast
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Das Buch ist so etwas wie ein Überraschungsei: Man lernt eine ganze Menge, liest spannende Geschichten und es offenbaren sich höchst leckere Rezepte. Und das alles rund um jene Institution, die in die Zeit Maria Theresias zurück reicht. Kaffeehäuser in Wien, Budapest und Prag: Da werden alte Zeiten lebendig. Eine höchst gelungene Kombination aus 120 ausgefallenen, typischen und geschichtsträchtigen Original-Rezepten, daneben Geschichten, Anekdoten und Erinnerungen sowie eine Buchaufmachung, die in Fotos, Lay-out und Mischung den Charme der traditionsreichen Cafés widerspiegelt. Manchmal meint man, die stimmungsvollen Bilder würden lebendig und erzählten von jener Prominenz, die die Kaffeehäuser einst so populär machten: Musiker, Künstler aus Theater und Varieté, Schriftsteller, die, die es waren und die, die es sein wollten. Und: Politik wurde gemacht in den Kaffeehäusern. "Vaclav Havel organisierte mit seinen Mitstreitern die Samtene Revolution der Tschechoslowakei bei einer Tasse Mokka im Prager Café Slavia." Hier nimmt man sich für den Kaffee noch Zeit, ein Ort der Begegnung, "Wohnzimmer und Zufluchtsort in einem". Zeit muss man auch manchen Leckereien widmen, aber es lohnt sich: Guglhupf, Marillenflecken und natürlich die Linzertorte, samt ihrer Geschichte. Was ist der Unterschied zwischen Schlagobers und Schaumobers? Was bekommt man, wenn man zum Kaffee "was Kleines" bestellt? Unterhaltsam, amüsant und ausgesprochen animierend. Wer das Buch genossen hat, seinen Gästen Kaiserschmarren, Sachertorte, Kipferln oder Krapfen serviert, dazu anregend aus alten Tagen der Kaffeehäuser plaudert, der hat die nächste Einladung bereits in der Tasche. Kaffeekränzchen, egal ob illustriert und auf Hochglanz oder glänzend kopiert zu Hause, auf jeden Fall so, wie es "schon die k. und k. Gesellschaft liebte".