Zusatzprogramme Baltikum - „must have seen“ im Baltikum

Estland Tallinn Schloss Kadriorg

Die baltischen Staaten haben ein schier unerschöpfliches Repertoire an Sehenswürdigkeiten. Hier ein Liste der Höhepunkte, die Sie nicht verpassen sollten:

Estland

Kadriorg
Der schönste und größte Park Tallinns ist der Kadriorg-Park. Er erstreckt sich zwischen dem Meeresufer und dem steilen Kalksteinhang des Lasnamägi und ist das beliebteste Ausfl ugs- und Naherholungsgebiet der Tallinner. Zar Peter I. beauftragte den italienischen Architekten Niccolo Michetti mit dem Bau einer Sommerresidenz. Diese wurde zu Ehren seiner Gemahlin „Katharinental“ genannt. Die großzügige Parkanlage ist heute ein romantischer und beschaulicher Waldpark mit altem Baumbestand, den zahlreiche Wasserspiele schmücken.

Kumu – Kunstmuseum
Das Kumu ist der neue Hotspot der Tallinner Kulturlandschaft. Die Anlage umfasst 20 Hektar und liegt im Stadtteil Kadriorg. Schon der Anblick von außen des futuristisch-spitzwinkligen Baus zieht die Blicke auf sich. Entworfen wurde das Gebäude von dem finnischen Stararchitekten Pekka Vapaavuori. Im Inneren befindet sich auf sieben Stockwerken und 15.000 qm die größte Kunstsammlung des Baltikums. Neben vielen Wechselausstellungen kann man auch die ständige Ausstellung estnischer Kunst des frühen 18. Jh. bis zur Gegenwartskunst bestaunen. Das Museum wurde 2008 zum europäischen Museum des Jahres gewählt.

Rocca al Mare
Das estnische Freilichtmuseum Rocca al Mare liegt noch im Stadtgebiet von Tallinn, direkt am Strand der Koplibucht. Es verdankt seinen Namen einem reichen Kaufmann und Italienfreund, der hier sein Sommerhaus baute. Touristen bietet das Museum einen interessanten Einblick in das Landleben Estlands im vergangenen Jahrhundert. Auf dem Gelände sehen Sie rund 70 Gebäude, die meisten davon Bauernhäuser aus dem 19. Jh., komplette Höfe mit Geräten, Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen, Fischerkaten, Windmühlen und Kirchen.

Tartu
Tartu ist die größte Stadt in der südlichen Hälfte Estlands. Die Zeit scheint hier stillzustehen. Die Provinzstadt mit dem ruhig dahinfl ießenden Emajogi in ihrer Mitte ist Estlands wichtigste Universitätsstadt. Studenten machen nahezu ein Fünftel der Einwohner aus und so kommt Leben in die grüne, geschichtsträchtige Szenerie. Den Mittelpunkt der Altstadt bildet der Rathausplatz. In der Häuserfassade sticht das „Schiefe Haus“ oder das Barclay-Haus heraus. Am bedeutendsten ist wohl aber die Universität, die ihre Anfänge schon 1634 hatte. Von dort ist es nicht mehr weit zum Toome-Berg, einem großen Park, der die Altstadt beherrscht. An den Park anschließend befinden sich einige der besten Kliniken. Diese und die Universität gelten in ganz Europa als sehr bekannt.

Hiiumaa
Hiiumaa ist die zweitgrößte Insel Estlands. Sie ist zwar nur dünn besiedelt, hat aber einige wunderschöne Küstenstriche und ein bewaldetes Hinterland. Auf Hiiumaa gibt es romantische Leuchttürme, gespenstische alte Sowjetbunker, einsame Strände und ein Naturschutzgebiet mit über 100 Vogelarten. Der ideale Ort, um die Seele baumeln zu lassen.

Muhu
Muhu ist die drittgrößte Insel Estlands. Es lohnt sich auf jeden Fall, auf dieser zauberhaften Insel zu verweilen und sie zu erkunden. Sehenswert ist das Küstendorf Koguva. Dort sehen Sie malerische Bauernhäuser aus Stein. Auf der Insel gibt es eine schöne Tradition, die Türen der Bauernhäuser werden bunt bemalt. Außerdem lädt die natürliche Schönheit der Insel zu einem Spaziergang entlang der unberührten Küste ein.

Palmse und Sagadi
Das wunderschöne Dorf Palmse liegt im Nationalpark Lahemaa. Die Hauptattraktion ist das elegante Gutshaus. Das Barockgebäude, das ursprünglich ein Zisterzienserkloster war, kam im 17. Jh. in den Besitz der deutschbaltischen Familie von Pahlen. Heute ist es ein Museum mit einer interessanten Ausstellung über die Geschichte des Anwesens. Um das Herrenhaus wurde ein Landschaftspark im englischen Stil angelegt, der zu einem Spaziergang einlädt. Ein weiterer Gutshof ist ebenfalls einen Stopp wert. Der Gutshof Sagadi liegt 8 km nordöstlich von Palmse. In dem barocken Herrenhaus vereinen sich Barock, Rokoko und Klassizismus.

Lettland

Bauska und Rundale
Das Provinzstädtchen Bauska liegt ca. 70 km südlich von Riga. Einst war Bauska eine bedeutende Residenz des Herzogtums Kurland, heute dient es vor allem als Basis für Besuche im prächtigen Schloss Rundale. Das Schloss Rundale ist wohl das berühmteste Baudenkmal Lettlands. Dieses hübsche Barockschloss, einst Sommerpalais des Reichsgrafen Ernst Johann von Biron, wurde vom italienischen Architekten Bartolomeo Francesco Rastrelli erbaut. Pracht und Prunk bietet der Goldene Saal, auch Thronsaal genannt. Der Weiße Saal, wegen seiner völlig weißen Tünchung so bezeichnet, wirkt im Vergleich zum majestätischen Pomp des Thronsaals leicht und lebensfroh. Seit 1972 laufen die Restaurierungsarbeiten. In vielen Räumen des Schlosses ist seither ein Museum eingerichtet, das wechselnde Ausstellungen lettischer und europäischer Kunst zeigt. Außerdem wird das Schloss auch für Konzertveranstaltungen genutzt.

Liepaja
Die Hafenstadt Liepaja wird umrahmt von den Seen Liepaja und Tosmare. Die Stadt ist heute ein Industrie-, Kultur- und Bildungszentrum. Wegen seiner langen Strände und einem Meer mit sehr sauberem Wasser ist Liepaja ein sehr beliebter Ferienort. Ein Besuch der Altstadt lohnt sich dank ihrer schöner Jugendstilbauten, Speicher, Bürgerhäuser und Kirchen. Man braucht nur wenige Minuten vom Zentrum zum Strand.

Ventspils
Ventspils liegt an der lettischen Westküste und ist aufgrund seines ganzjährig eisfreien Hafens die wichtigste Hafenstadt Lettlands. Die wunderschöne Altstadt wird durch liebevoll restaurierte Holzhäuser, enge Kopfsteingassen und der klassizistischen Nikolauskirche am Rathausplatz geprägt. Westlich vom Marktplatz steht am Ufer der Venta die Burg von Ventspils. Das Freilichtmuseum für Meeresfischerei liegt in der Rinku iela. Auf dem Museumsgelände kann man Wohngebäude der Fischer, Boote, Werkzeuge, eine Windmühle und eine historische Schmalspurbahn besichtigen.

Ethnografisches Freilichtmuseum am Jugla-See
Das Ethnografische Freilichtmuseum am Jugla- See ist eines der bedeutendsten Museen in ganz Lettland. Auf einer Fläche von ca. 80 Hektar vermittelt man den Besuchern einen hervorragenden Einblick in die Entwicklung der Regionen Lettlands - Kurzeme, Zemgale, Latgale und Vidzeme. Sie sehen drei Holzkirchen, ein Wirtshaus, mehrere Windmühlen, ganze Bauernhöfe, eine Schmiede und sogar ein komplettes kurisches Fischerdorf. Das gesamte Museum bietet einen Einblick in das Landleben des 19. Jh.

Litauen

Trakai und seine Inselburg
Trakai, die alte Hauptstadt des litauischen Reiches und Residenz der Großfürsten, liegt eingebettet in duftende Kiefernwälder und grüne Täler, zwischen großen und kleinen Seen. Kein Litauenreisender sollte die Natur um die „Stadt am Wasser“ versäumen. Die wichtigste Sehenswürdigekeit ist die mächtige, auf einer Insel emporragende gotische Burg, die einzige Wasserburg in Ost- und Zentraleuropa. Nach umfassender Restaurierung beherbergt sie das Historische Museum. Die Wasserburg erreicht man über zwei Brücken und eine dazwischenliegende bewaldete Insel.

Kaunas
Kaunas ist die zweitgrößte Stadt Litauens und liegt am Zusammenfluss der beiden größten litauischen Flüsse Neris und Nemunas. Über die Aleksotas-Brücke und mit der Zahnradbahn erreicht man den Aleksotas-Hügel, von dem man einen schönen Überblick über die gesamte Altstadt hat. Diese ist mit vielen gotischen Gebäuden, Museen, Kirchen und einer entspannten Atmosphäre ein schöner Ort zum Flanieren. Kaunas hat nicht nur eine malerische Altstadt, ausgedehnte Fußgängerzonen mit schattigen Linden und einer ganzen Reihe sehenswerter Bauwerke, sondern auch zahlreiche Museen, Galerien und Ausstellungen, darunter das einzigartige Teufelsmuseum. Es enthält die größte Sammlung an Teufelsdarstellungen.

Palanga
Palanga ist der größte Kur- und Badeort Litauens. Heute gibt es hier eine Vielzahl von Sanatorien, Erholungsheimen, Restaurants, Cafés etc. Der botanische Garten mit über 200 Pflanzenarten, einem Rosarium mit 80 Rosensorten, mehreren Teichen, Springbrunnen und einem Gewächshaus mit subtropischen Pflanzen lädt zu einem Spaziergang ein. Mitten im Park steht das 1897 erbaute Schloss des Grafen Tiskevicius, in dem heute das Bernsteinmuseum untergebracht ist. Mittlerweile sind hier fast 25.000 Stücke ausgestellt, unter anderem die Privatsammlung des Grafen. Ca. 4.500 Exponate – Inklusen, prähistorischer Schmuck, Bearbeitungswerkzeuge und Steine im Rohzustand – kann man in den beiden Abteilungen über die natürliche Entstehung des Bernsteins und seine Kulturgeschichte bewundern.

Kurische Nehrung mit Nidden und Thomas-Mann-Haus
Die Kurische Nehrung wurde im Jahr 2000 von der UNESCO als eine der schönsten Landschaften Europas zum Weltkulturerbe erklärt. Diese wunderbare Landzunge zwischen der Ostsee und dem Kurischen Haff ist die Heimat der Elche und das Reich der Wanderdünen und Wälder. Auf einer Länge von 98 km gehört sie zu den eigenartigsten Küstenformationen der Erde. Der Nationalpark der Kurischen Nehrung begeistert zu jeder Jahreszeit mit der Harmonie von einzigartiger Natur und Farben. Ein besonderes Geschenk dieses Ortes ist es, einen von der Ostsee an den Strand gespülten Bernstein zu finden. Der bekannteste und schönste Ort der Nehrung ist Nidden. Es liegt am Ufer des Haffs, besitzt aber auch einen Badestrand zur Ostsee, hinter den höchsten Dünen Europas. Hier haben sich eine ganze Reihe der malerischen Holzhäuser erhalten, wie sie für die Nehrung und das ganze Memelland einst typisch waren. Auf einer kleinen Anhöhe, dem Schwiegermutterberg, können Sie das Haus von Thomas Mann besichtigen, der hier viele Male gewohnt und gearbeitet hat.

Meeresmuseum in Smiltyne
Smiltyne ist die nördlichste Siedlung an der Kurischen Nehrung, wo auch die aus Klaipeda kommenden Schiffe anlegen. Die Hauptattraktion des Ortes ist die ehemalige Festung Kopgalis. Hier ist seit 1979 das Meeresmuseum, welches in verschiedene Bereiche unterteilt ist, untergebracht. Vor dem Fort befindet sich das volkskundliche Freilichtmuseum, wo man ein typisches Fischerdorf besichtigen kann. Außerdem gibt es die Schifffahrtsabteilung mit Schiffsmodellen, Geräten und Dokumenten zur kurischen und litauischen Schifffahrt. Der Besuchermagnet schlechthin ist das Riesenaquarium und das Delfinarium mit seinen regelmäßigen Darbietungen der Delfine und Seelöwen.

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